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Fr. 30.07.2010 - 01:39 Uhr
   
 
 
 

..:: UFC: Rules ::..

Die UFC startete als No Rules Fighting Promotion ist jedoch seit Mai 2001 (UFC #31) von den State Athletic Comissions sanktioniert (23 Juni 2001 von der Nevada State Athletic Comission). Die Sicherheit der Fighter steht und stand bei der Regelfindung an höchster Stelle. So ist es einem UFC-Fighter gestattet, auszutappen (Aufgabe), dieses Tap out findet man in keinem anderen Kampfsport und dient zum Schutz des Fighters. Hier nun die Regeln der UFC, sowie die Erklaerungen dazu:

-Gewichtsklassen der UFC
Das ursprüngliche Konzept der UFC sah keine Gewichtsklassen vor, da man beispielsweise einen 400 Pfund Sumo Wrestler gegen einen 100 Pfund Karate-Fighter stellen wollte. Als jedoch die Fighter immer mehr zu Allroundern wurden und es die klassichen Style vs Style Fights nicht mehr gab, führte die UFC Gewichtsklassen bei UFC #12 am 7. Februar 1997 ein. Man teilte die Kämpfer von nun an in eine Heavyweight- und eine Middleweight-Division. Es folgte eine Lightweight-Division bei UFC #16 am 13 März 1998, doch erst am 4 Mai 2001 wurden die jetzigen 5 Gewichtsklassen in der UFC von den State Athletic Comissions sanktioniert.
Folgend die Gewichtsklassen der heutigen UFC:

-Lighweight (145 - 154,9 Pfunds)
-Welterweight (155 - 169,9 Pfund)
-Middleweight (170 - 184,9 Pfund)
-Light Heavyweight (185 - 204,9 Pfund)
-Heavyweight (205 - 264,9 Pfund)

Entscheidend hierbei ist, dass dieses Gewichtslimit beim offiziellen Wiegen, welches normalerweise am Vortag des Kampfes stattfindet, erreicht wird, wobei den Fightern ein kleiner Spielraum eingeräumt wird, der es ihnen erlaubt, die Grenzen der Gewichtsklasse nach oben oder unten um ein Pfund zu überschreiten.


-Rundensystem:
Alle Kämpfe dauern drei Runden zu jeweils fünf Minuten mit je einer Minute Pause zwischen den einzelnen Runden. In einem Titelkampf wird die Rundenzahl auf fünf erhöht, sodass der Kampf maximal 25 Minuten läuft, bevor es zum Punktentscheid kommt.


-Kleidung:
Zu Anfangszeiten der UFC durfte jeder Fighter seine eigene traditionelle Kampfkleidung tragen, den so genannten Martial Arts Gis.Auch wurde gestattet, dass Schuhe getragen werden dürfen, wobei mit diesen dann nicht getreten werden durfte. Heute müssen sich die UFC-Fighter an einige Regeln bezüglich ihrer Kleidung halten. So sind Handschuhe (Gloves), Mundschutz und Tiefschutz Vorschrift. T-Shirts und Schuhe sind heutzutage verboten. Ansonsten dürfen die Fighter MMA Shorts, Boxing oder Kickboxing Shorts tragen. Handschuhe wurden bei UFC #14 (1997) eingeführt, sie wurden extra für die UFC entworfen. Denn anders als beim Boxen sind die Handschuhe so gestaltet um die Hand zu schützen und weiterhin Grappling zu ermöglichen. Sie dürfen weder die Handfläche vergrößern, noch die Schlagwirkung verbessern. Die Handschuhe dürfen maximal 113 bis 170 Gramm wiegen.


-Fouls:
Die UFC begann wie oben beschrieben als No Rules Fighting, es gab lediglich 2 Regeln am Anfang der Promotion, kein Beissen und kein Augenstechen. Mit der Zeit jedoch führte die UFC auch auf Druck der State Athletic Comissions mehr Regeln ein, um vor allem die Fighter zu schützen und das Mixed Martial Arts als Wettkampfsport zu etablieren. Sollte ein Fighter einen absichtlichen Regelverstoss begehen, bekommt er auf der Scoring Card der Punktrichter einen Punktabzug,bei dreimaligem Regelverstoss folgt die Disqualifikation.
Verboten in der UFC sind folgende Aktionen:
-Beissen
-Ins Auge stechen
-Kopfstöße
-Tiefschläge jeglicher Art
-an den Haaren ziehen
-Finger in den Mund stecken
-Schläge auf den Hinterkopf
-Tritte und Kniestöße auf den Kopf eines am Boden liegenden oder knieenden Gegners
-Eingriffe aus der eigenen Ecke
-Das Oktagon darf nicht für offensive Aktionen genutzt werden
-Das Oktagon darf während des Kampfes nicht verlassen werden
-Herausschleudern des Gegners aus dem Oktagon
-Passivität während des Kampfes wird mit Punktabzug sanktioniert
-Greifen des Schlüsselbeines
-Festhalten des Gagners an seiner Kleidung oder den Handschuhen
-Anspucken, Beleidigen oder weitere unsportliche Aktionen gegen den Gegner
-den Gegner während der Unterbrechung oder nachdem der Ringrichter dazwischen gegangen ist, zu attackieren
-seinen Körper mit Flüssigkeiten einreiben, die die eigene Haut rutschiger machen, wie etwa Öle, Cremes, Sprays oder Vaseline außerhalb des Gesichts


-Wie wird ein UFC-Fight entschieden?
Es gibt einige Möglichkeiten, einen UFC-Fight zu gewinnen oder zu verlieren:

-KO (Knockout):
Ein Knockout kommt durch eine Aktion zustande, die den Gegner kampfunfähig macht, beispielsweise Bewusstlosigkeit durch einen Schlag oder Tritt

-TKO (Technischer Knockout):
Der technische Knockout ähnelt dem normalen Knockout, allerdings ist es hierbei nicht zwingend notwendig, dass der Kämpfer kampfunfähig ist. Es reicht, wenn der Ringrichter den Eindruck hat, dass der unterlegene Kämpfer den Kampf nicht fortführen kann, beispielsweise dadurch, dass ein Kämpfer am Boden viele Schläge einstecken musste, ohne sich dagegen zu wehren. In diesem Fall geht der Ringrichter dazwischen und den Kampf ab. Des weiteren kommt ein technischer KO auch zustande, wenn der Ringarzt der Meinung ist, ein Fighter kann nicht weiterkämpfen (beispielsweise aufgrund eines Cuts, der die Sicht beeinträchtigt) oder aber wenn die Ecke ihren Kämpfer aus dem Kampf nimmt.

-Submission (Aufgabe):
Eine Aufgabe liegt vor, wenn ein Kämpfer dem Ringrichter verbal oder durch Abklopfen signalisiert, dass er aufgeben will. Des weiteren liegt eine Aufgabe auch dann vor, wenn ein Kämpfer in einem Aufgabegriff nicht rechtzeitig aufgeben kann und bewusstlos wird.

-Judge`s Decision:
Die Judges Decision kommt dann ins Spiel, wenn ein Fight nicht vorzeitig durch eine der oben genannten Möglichkeiten entschieden wurde. In diesem Fall bewerten drei Punktrichter die einzelnen Kämpfer in Bezug auf Effektivität im Stand und auf der Matte, Aggressivität und Kontrolle des Oktagons Runde für Runde. Seit UFC 22 bewerten die Richter die Kämpfer nach dem im Boxen üblichen 10-Point-Must-System, wonach einem Gewinner einer Runde 10 Punkte zugesprochen werden und dem Verlierer 9 oder weniger, je nachdem, wie deutlich der Kampf verläuft. Eine Runde Unentschieden zu werten, ist möglich, aber mittlerweile unüblich. Am Ende des Kampfes werden die Punkte zusammengerechnet und derjenige mit mehr Punkten, bekommt den Punktentscheid zugesprochen. Punktabzüge werden erst am Ende des Kampfes mit eingerechnet.
Abschließend wird noch zwischen einstimmigen Entscheidungen, Mehrheitsentscheidungen und geteilten Entscheidungen unterschieden, wobei die einstimmigen Entscheidungen zu Gunsten eines Fighters am häufigsten anzutreffen sind.

-No Contest:
Ein No Contest kommt in den seltensten Fällen vor, dieser Kampfausgang wird im Gegensatz zum Unentschieden nicht in die Kampfbilanz aufgenommen. Ein No Contest kann zustande kommen, wenn beide Kämpfer gleichzeitig disqualifiziert werden oder gleichzeitig KO gehen. Auch kann eine unabsichtige illegale Aktion eines Fighters, die einen Kampfabbruch nach sich zieht, zum No Contest führen wie beispielsweise ein unabsichtlicher Tiefschlag, wodurch der Gegner nicht weiterkämpfen kann. Auch hat es sich mittlerweile eingebürgert, Kämpfe im Nachhinein als No Contest zu werten, wenn einer der beiden Beteiligten des Dopings überführt wird.

-Disqualifikation:
Eine Disqualifikation kommt dann zustande, wenn ein Fighter in einem Fight drei Verwarnungen des Ringrichter bekommt und den Anordnungen nicht Folge leistet. Der Ringrichter kann auch ohne Verwarnung eine Disqualifikation ausprechen wenn es sich um einen gravierenden Regelverstoss handelt.

-Forfeit:
Ein Forfeit beschreibt eine Antrittsverweigerung des Kämpfers. Diese wird als normaler Sieg für den Gegner gewertet und kommt heutzutage nicht mehr vor, im Gegensatz zu den Anfangstagen, in denen manche Fighter drei Kämpfe am gleichen Abend absolvieren mussten und aus Erschöpfung teilweise schon vor dem Einläuten des Kampfes das Handtuch warfen.

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