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Mi. 10.03.2010 - 08:11 Uhr
   
 
 
 

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NWA: National Wrestling Alliance


Es gab eine Zeit, da war die National Wrestling Alliance 40 Jahre lang die unangefochtene Number One Promotion im Professional Wrestling. Heutzutage ist die NWA mit über 40 Mitgliedern froh, noch über 300 Fans pro Show zu drawen.
Die Geschichte der National Wrestling Alliance ist eine Geschichte der Falschinformationen, falschen Überlieferungen und Fehlinterpretationen, hervorgerufen auch zum Teil durch die NWA selbst. Viele verwechseln die NWA Alliance mit der NWA Association. Die National Wrestling Association wurde 1929 gegründet, sie war ein Ableger der National Boxing Association. NWA Association hat jedoch nichts mit der NWA Alliance, die heute noch existiert, zutun. Viele denken, dass aus der National Wrestling Association die National Wrestling Alliance hervorging was jedoch falsch ist.

Die Gründung der National Wrestling Alliance:
Die Geschichte der National Wrestling Alliance begann bereits im Jahre 1947, nun um genau zu sein beginnt sie schon 1941, aber 1947 beginnt die Geschichte der modernen NWA. Jedenfalls formte Lou Thesz 1947 mit den Investoren Frank Tunney, Eddie Quinn, Bobby Managoff und Bill Longson eine Gruppe, die in St. Louis die Promoterrechte von Tom Parks kaufte. Das Ziel war es, Sam Muchnick, Tony Stecher und Jack Pfeffer, drei alte Promoter, aus St. Louis und somit dem Wrestlingbusiness zu vertreiben. Dies war der Anfang der Gründung der National Wrestling Alliance. Sam Muchnick kam mit Pinkie George und Tony Stecher auf die Idee, eine Promotion von mehreren Promotern zu gründen um mit der National Wrestling Association, der American Wrestling Association und der
Midwest Wrestling Association zu konkurrieren. Vorallem mit der National Wrestling Association in St. Louis wollte man abrechnen. Es kam dann zum Treffen zwischen Pinky George (Des Moines), Sam Muchnick (St. Louis), Wally Karbo (der Tony Stecher aus Minneapolis vertrat), Orville Brown (Kansas City), und Max Clayton (Omaha) im President Hotel in Waterloo, Iowa. Um die Fans zu verwirren nannte man die Promotion NWA National Wrestling Alliance, der ersten nationalen Promotion im Professional Wrestling. Erster NWA Präsident der Geschichte wurde Pinkie George. Nur einige Monate später schlossen sich Promoter nach Promoter der National Wrestling Alliance an und die Dominanz der Promotion stieg. Diejenigen, die sich bis 1960 der NWA noch anschlossen waren Don Owen (Pacific Northwest in Portland), Frank Tunney (Toronto), Bob Geigel (Central States in Kansas City), Jack Addison (World Class in Dallas), Wally Karbo (Omaha & Minneapolis), Eddie Graham (Florida), Stu Hart (Stampede in Calgary), Roy Shire (San Francisco), Gene Lebelle (Los Angeles), Dory Funk, Sr. (Amarillo, TX), Joe Blanchard (Southwest in San Antonio), Steve Rickard (New Zealand & Australia), Jim Crockett (Mid-Atlantic), Vince McMahon, Sr. & Toots Mondt (Northwest in New York) sowie Jim Barnett (Georgia).

Das Geheimnis des Erfolgs lag im TV, das man erstmals landesweit in den USA einsetzte. Das Problem war nur, dass das Wrestling aus einer tiefen Krise kam und man hatte daher keinen Champion. So wurde Orville Brown am 14. Juli 1948 zum ersten NWA (Alliance) World Heavyweight Champion erklärt. Die erste Show unter dem Banner der National Wrestling Alliance fand im übrigen am 18. Juli 1948 statt. Im Main Event gab es dann auch die erste NWA World Heavyweight Titelverteidigung von Orvile Brown gegen Joe Dusek. Die Show wurde von Andy George, dem Bruder von Pinkie George, promotet und Referee des Events war Wally Karbo. Mit der Möglichkeit des Fernsehens begann innerhalb von einem Jahr der kometenhafte Aufstieg und Orville Brown verteidigte seinen NWA World Heavyweight Title in den gesamten USA von Los Angeles, Salt Lake City, Ohio bis nach Texas. Er besiegte Leute wie Bill Longson, Killer Kowalski, Don Eagle, Otto Kuss, Ruffy Silverstein, Ivan Rasputin, Frankie Talaber, Ali Baba, Hans Kampfer, Dean Detton, Earl McCready, Bobby Bruns, Pat McGill, Joe Pazandak, Rito Romero und Bronko Nagurski. Orville Brown vereinte in seiner Zeit den AWA World Heavyweight Titel mit dem NWA Title. 1949 war der Promotionkrieg zwischen der NWA Association (Lou Thesz) und der NWA Alliance (Sam Muchnik) auf seinem Höhepunkt. Sam Muchnik hatte leichte Vorteile und bevor eine Seite verlor, beschloss man sich zusammenzuschliessen. Es wurde vereinbart, dass man nur einen einzigen World Heavyweight Champion haben sollte. Da Thesz der Association Champion war und Orville Brown der Alliance Champion wurde für die Thanksgiving Night am 25. November 1949 im Kiel Auditorium in St. Louis ein Title Unification Match zwischen den beiden angesetzt.

Lou Thesz machte Druck auf Sam Muchnik, dass dieses Match ein Shootmatch werden sollte, weil er da wahrscheinlich gewonnen hätte. Jedoch einigten sich Thesz und Brown bei einem Treffen auf ein Worked Match, da man Shootmatches zu jener Zeit nicht gerne sah. Brown meinte zu Thesz, dass er
entscheiden darf, wer von ihnen das erste Match am 25. November gewinnen darf. Lou sagte, Orville solle es gewinnen. Im Rematch Ende 1950 sollte dann Lou Thesz sich denn Title holen. Alles was danach passieren sollte würde später entschieden werden. Doch die Pläne waren praktisch umsonst. Am 31. Oktober 1949 verteidigte Orville Brown seinen NWA World Heavyweight Title gegen seinen Freund Bobby Bruns in Des Moines. Nach der Show wurde Orville Brown in einen Autounfall verwickelt, der ihn seine Karriere kostete. Es war klar, dass Orville Brown nicht mehr wrestlen konnte und so wurde Lou Thesz der NWA World Heavyweight Titel von den NWA Promotern ueberreicht. Mit der Thesz/Muchnik Kombination wurde die NWA in den folgenden Jahren die grösste und dominanteste Promotion, die es im Professional Wrestling je gab. Der Erfolg der National Wrestling Alliance ist zurückzuführen auf Lou Thesz, der den Promotionverband über 20 Jahre trug, und das als absoluter Box Office Draw und World Heavyweight Champion.

Während des Titelruns von Lou Thesz zwischen 1948 und 1956 vereinigte Lou Thesz alle existierenden World Title im Professional Wrestling in den NWA World Heavyweight Title und war damit der erste uns bisher einzige Undisputed World Heavyweight Champion im Professional Wrestling. Es gab keinen anderen World Champion ausser Lou Thesz zu dieser Zeit. Und vorallem war Lou Thesz der absolute Top Draw im Professional Wrestling. Innerhalb dieser 8 Jahre hatte Lou Thesz gerade einmal eine Woche frei und wrestlete bis zu 300 Matches im Jahr. Zum ersten grossen Match als NWA World Heavyweight Champion kam es am 27. Juli 1950 in Chicago, Illinois gegen denn AWA World Heavyweight Champion Gorgeous George. Der AWA Titel stand nicht auf dem Spiel, doch nach dem Sieg von Lou Thesz wurde dieser als wahrer World Champion gefeiert. Das grösste Match in der Geschichte des Pro Wrestlings bis zu diesem Zeitpunkt fand dann am 21. Mai 1952 in Los Angeles, Kalifornien statt. Das Match wurde über mehrere Jahre aufgebaut. Lou Thesz als NWA Champion traf auf denn AWA Champion aus Los Angeles, Baron Michael Leone. Die 25 256 Zuschauer die anwesend waren brachten bis zu dem Zeitpunkt die grössten Ticketeinnahmen in der Geschichte des Professional Wrestlings. Zum ersten Mal überhaupt sprengten die Ticketeinnahmen die Grenze von 100 000 US-Dollar, und zwar 103 277.75 US-Dollar. Lou Thesz bekam damals für das eine Match 9000 US-Dollar, eine Rekordsumme für einen Professional Wrestler in dieser Zeit. Doch nicht nur wirtschaftlich war es ein denkwürdiger Tag. Lou Thesz besiegte Michel Leone und wurde AWA Champion. Wie bereits erwähnt gab es nach diesem Match keinen anderen World Heavyweight Champion im Wrestling und Lou Thesz war zu diesem Zeitpunkt der erste und einzige Undisputed World Heavyweight Champion im Professional Wrestling. Am 15. März 1956 kam es dann zu einem der denkwürdigsten Matches der Geschichte in Toronto, Ontario, Kanada. Lou Thesz traf auf Whipper Billy Watson, Referee war übrigens Boxlegende Jack Dempsey. Und der Maple Leafs Garden explodierte als Watson gewann und somit denn grossen Lou Thesz nach acht Jahren den NWA World Heavyweight Titel abnahm. Lou Thesz war seit 1948 der unbestrittene World Champion und verteidigte denn Title innerhalb der Zeit 936 mal siegreich. Watson allerdings hatte weniger Glück, denn seine Titleregentschaft hielt nicht allzu lange. Am 9. November 1956 gab es das Rematch in St. Louis, Missouri. Diesmal gewann wiederum der Homeboy, Lou Thesz.

Mit dem Erfolg der NWA kamen die Probleme:
Nachdem erneuten Titelgewinn und nach dem er in Nordamerika so ziemlich jeden besiegte traf es sich am 4. April 1957 in St Louis, Missouri mit Rikidozan, beide unterzeichneten einen Vertrag, dass Lou Thesz den Titel in Japan gegen Rikidozan verteidigen muss. Am 2. Oktober 1957 flog Lou Thesz nach Japan. Er ist damit der erste World Champion im Professional Wrestling der japanischen Boden betrat. Lou Thesz war zu dem Zeitpunkt nicht nur NWA World Heavyweight Champion sondern auch NWA International Heavyweight Champion (ein späterer Teil der heutigen Triple Crown). Rikidozan hielt immernoch denn JWA Japanese Title, den er seit 1954 hielt. Am 7. Oktober 1957 kommt es zum Match der Matches zwischen Lou Thesz und Rikidozan. Es ist das erste World Heavyweight Title Match in Japan überhaupt. Im Korakuen Stadium, dem Vorläufer des Tokyo Dome, kamen 30 000 Zuschauer und auf den Strassen standen Tausende von Menschen und vor dem TV sahen Millionen Fans dieses Match. Es ist bis heute nachweislich das meistgesehendste Wrestlingmatch in der Geschichte des Professional Wrestlings. Tage zuvor gab es in den Geschäften in ganz Japan keine Fernseher mehr zukaufen, da alle dieses Match sehen wollten. Und Millionen von Fans sahen wie Lou Thesz und Rikidozan zu einem 60 Minute Time Limit Draw wrestleten. Vielleicht das bis heute grösste NWA World Heavyweight Title Match. Zurück in den USA erlebte Lou Thesz gleich einer der grössten Kontroversen, die es im Professional Wrestling gibt. Hätte es dieses Match nicht gegeben wäre die WWWF und die AWA vielleicht erst viel später entstanden. Das Match damals wurde als Fight of the Century aufgebaut. Der Kanadier Edouard Carpentier wollte den grossen Lou Thesz herauszufordern. Am 14. Juni 1957 war es soweit: In Chicago, Illinois fand der "Fight Of The Century" statt. Carpentier gewann das 2/3 Falls Match, doch da er ein Fall durch Diskualifikation gewann blieb Lou Thesz offiziell NWA World Heavyweight Champion. Was folgte war der erste Bruch in der NWA. Ein Teil der Promoter, darunter Wally Karbo, Toots Mondt und Vince McMahon, Sr. erkannten Edouard Carpentier als ihren Champion an. Zum einen trennte sich als erstes Verne Gagne von der NWA und gründete mit Wally Karvo die American Wrestling Association.

Dann folgte die viel zitierte Gründung der WWWF, beziehungsweise der Split von der NWA und NWA Capital Sports. In der NWA war im Jahre 1962 ein Machtstreit ausgebrochen. Sam Muchnik, der die NWA kontrollierte und Lou Thesz als Champion an seiner Seite hatte, hatte so gut wie alle Macht. Auf der anderen Seite waren Toots Mondt und Vince McMahon, Sr., zwei Ostküstenpromoter die auf Buddy Rogers setzten.
Die beiden Promoter brauchten Performer, die alles mitmachen würden. Buddy Rogers war seit 1961 NWA World Heavyweight Champion, er war einer der wohl besten Heels die es gab und ein guter Entertainer. Zu dem war er der erste Heel der Champion wurde. Der Fehler war nur, er war kein Wrestler. Rogers konnte im Ring so gut wie gar nichts. Das Match zwischen Lou Thesz und Buddy Rogers fand am 24. Januar 1963 in Toronto, Ontario, Kanada statt. Lou Thesz und Buddy Rogers hatten seit den 40er Jahren eine Real Life Fehde, die hier mit diesem Match ihr Ende fand. Toots Mondt bookte das Match natürlich mit einem Sieg für Buddy Rogers. Doch Muchnik hatte andere Pläne und sagte zu Lou Thesz, dass er gewinnen solle. Und wenn Lou Thesz gewinnen will, dann gewinnt er, vorallem gegen Buddy Rogers. Buddy Rogers wusste, dass er verlieren wird, denn er hatte keine Wahl und keine Chance. Lou Thesz zerstörte an diesem Abend Buddy Rogers und wurde ältester World Heavyweight Champion aller Zeiten. Lou Thesz konnte Rogers gleich doppelt nicht leiden. Zum einen weil Rogers eben nicht wrestlen konnte und so gut wie keine Ahnung hatte über das Wrestling Business und zum anderen weil Buddy Rogers sich schlecht über Ed Lewis, dem Manager und Freund von Lou Thesz äusserte. In den 70ern wurden sie
später dann doch noch gute Freunde.

Für Sam Muchnik war Lou Thesz die Versicherung um an der Macht zu bleiben. Toots Mondt und Vince McMahon, Sr. fanden das natürlich nicht so gut, dass sie "betrogen" wurden und so gründeten beide aus der NWA Capitol Sports die World Wide Wrestling Federation (WWWF) und splitteten sich von der NWA ab. Von 1971 bis 1983 war die WWF dann ein weiteres Mal NWA Member aufgrund von Finanzprobleme Anfang der 70er Jahre. In den 60er und 70er Jahren war die NWA (mit kurzer Unterbrechung der AWA) weiterhin die führende Promotion mit starken Champions wie Harley Race, Terry Funk, Jack Brisco, Dory Funk, Jr. oder Gene Kiniski.

Der Abstieg der NWA begann:
Der Anfang vom Ende begann langsam und unspektakulär 1980. Da verlor die NWA ihre Territories in San Francisco und Los Angeles, weil die Promotions dort Pleite gingen, sowie die Promotions in Detroit und Texas. Die vier wichtigen Territories konnte die NWA bis heute nicht zurückgewinnen. Damals übernahm die WCCW von Fritz Von Erich Texas und die AWA California.

Dann begann das Kabel-TV das Professional Wrestling in Nordamerika zu verändern. Die NWA war mit gleich mehreren Promotions landesweit zu sehen, die GCW hatte einen guten Timeslot bei WTBS und Joe Blanchards Southwest Promotion hatte einen TV-Deal mit dem USA Network ab 1981. Doch dann kam Vince McMahon und kaufte sich beim USA Network ein. Er übernahm die beiden oben angesprochenen Timeslots. Dadurch, das nun einige Promotions wie die WWF über Kabel-TV im ganzen Land zu sehen waren, promoteten sie auch in allen Territories, also auch in NWA Territories wie Detroit, Ohio, Chicago, Milwaukee und Kalifornien. Ausserdem kaufte er viele NWA Stars auf, wie etwa Roddy Piper, Greg Valentine sowie Ricky Steamboat von NWA Mid Atlantic Championship Wrestling, Junkyard Dog, Jim Duggan und Jake Roberts von NWA Mid-South, Randy Savage, seinen Manager Jimmy Hart und King Kong Bundy von Memphis, Barry Windham, Mike Rotunda, Terry und Dory Funk, Jr. von Florida sowie Paul Orndorff, The Masked Superstar und The Spoiler von Georgia. Die NWA Promoter waren stinksauer, weil das alles gegen ein ungeschriebenes Gesetz im Professional Wrestling verstiess, doch sie konnten nichts machen, denn Vince McMahon hatte nach nur einem Jahr genug Geld und Macht durch den USA Network Deal erhalten, so dass er das Pro Wrestling in den USA kontrollierte.

Der grösste Schlag für die NWA kam dann im Mai 1984 aus den eigenen Reihen. Jack und Jerry Brisco, die Investoren der NWA-WCW (NWA-World Championship Wrestling), dem Vorläufer der späteren WCW, verkauften sie an Vince McMahon, damit einbegriffen auch einen Timeslot auf TBS und damit die erste Zusammenarbeit zwischen Ted Turner und Vince McMahon. Für seinen "Verrat" an der NWA belohnte Vince McMahon Jerry Brisco mit einem Job auf Lebenszeit sowie eine hohe Position innerhalb der Promotion. Doch die Zusammenarbeit zwischen McMahon und Ted Turner hielt nur ein Jahr an. McMahon hatte 1985 Geldprobleme und brauchte für Wrestlemania jeden Cent. Ausserdem wollte Ted Turner die WWF loswerden, weil sie miserable Ratings auf TBS in Georgia erzielte. McMahon verkaufte den Timeslot und die Rechte der WCW wieder, und zwar an Jim Crockett, Jr. für genau 1 000 000 US-Dollar.

Damit war Jim Crockett, Jr. der mächtigste Mann in der NWA. Ein fataler Fehler, der der NWA fast die Existenz kostete. Jim Crockett, Jr. wollte mit der WWF konkurrieren und setzte dabei alles auf eine Karte. Denn Jim Crockett, Jr. erlaubte es Ric Flair, dem damaligen NWA World Heavyweight Champion, nur zwei Shows pro Woche ausserhalb der Mid-Atlantic Area aufzutreten. Zusätzlich erhob Jim Crockett, Jr. eine Garantiesumme, die jeder NWA Promoter bezahlen musste, der Ric Flair booken wollte. Zuvor war es üblich, dass man nur einen prozentualen Betrag der Zuschauereinnahmen überwies. Darüber waren Stu Hart und Jack Tunney, die seit den 40er Jahren NWA Promoter waren, mehr als nur sauer und so verliessen sie die NWA und verkauften ihre Promotions an die WWF, wohl auch weil sie kurz vor der Pleite waren. Damit war die NWA aus Kanada praktisch verschwunden und für die WWF eröffnete sich dadurch erstmals die Möglichkeit in Kanada Fuss zu fassen. Durch diese ganzen Begebenheiten endete die NWA praktisch wie sie 1948 gegründet wurde. Die NWA existierte nur auf einer Basis, das alle Promotions in ihren Territories gleich gestellt sind und jeder Zugang zum NWA World Heavyweight Champion haben wird. Jim Crockett, Jr. änderte dies aber. Durch das Kabelfernsehen und die Alleinherschafft von Jim Crockett, Jr. war der NWA Absturz in den 80er Jahren eingeläutet worden. 1980 war man noch die führende Promotion im Pro Wrestling, doch 1990 stand man kurz vor dem Ruin. Jim Crockett, Jr. wollte Ende der 80er Jahre die NWA verlassen, hatte jedoch nicht genug Macht und Geld. Dennoch ignorierte Crockett die anderen NWA Promotions.

1986 verliess dann die WCCW von Fritz Von Erich die NWA und wurde eine nationale Promotion. Sie machte allerdings nur wenige Jahre später zu. Jim Crockett, Jr. begann unterdessen die NWA Territories mit Hilfe von Ted Turner aufzukaufen, angefangen 1986 von Central States über St. Louis, dass ursprüngliche Herz der NWA, bis hin zu Florida, wo er Stars wie Lex Luger, Barry Windham und Mike Rotunda kassierte. Auch kaufte Crockett die UWF von Bill Watts auf. Er schloss die Promotion jedoch, behielt aber die Stars wie Sting, Rick Steiner und "Dr. Death" Steve Williams. Ende 1987 existierten weniger als fünf NWA Promotions und Jim Crockett, Jr. war der einzige, der die volle Kontrolle hatte. Mit der ursprünglichen NWA hatte dies nichts mehr zu tun. Die einzigen beiden anderen NWA Territories ware Don Owen's Pacific Northwest in Portland und die Continental Alabama Gruppe.

Die NWA am Ende:
Jim Crockett, Jr. hatte sich damit jedoch selbst übernommen. Weil er fast jedes andere Territorium aufkaufte war er selber in finanziellen Schwierigkeiten. Hinter den Szenen schanzten sich Dusty Rhodes und Ric Flair gegenseitig die Macht zu und so blieben beide im Main Event Spot, und dies über viele Jahre. Ein Problem des Dusty Rhodes Booking war, dass Ric Flair als Champion gegenüber Hulk Hogan miserabel aussah. Während Hogan in der WWF die Leute fair im Ring besiegte verteidigte Ric Flair seinen Title nur mit Dusty Finishes und einem Eingreifen der Four Horsemen. Jim Crockett, Jr. reagierte darauf aber. Er wollte die WWF auf ihrem eigenen Sektor schlagen und stieg in denn PPV Sektor ein. Starrcade 1987 wurde der erste NWA Pay-Per-View der Geschichte und gleichzeitig einer der grössten Flops, denn Vince McMahon liess die Survivor Series am gleichen Abend debütieren und Fernsehsender setzten auf die WWF und nicht auf die NWA. Starrcade 1987 erreichte dadurch eine miserable Buyrate, woraufhin etliche Stars die Promotion Richtung WWF verliessen, darunter auch Arn Anderson und Tully Blanchard, weshalb die NWA das einzige Zugpferd verlor, dass sie noch hatten: Die Four Horsemen. Jim Crockett, Jr. war Ende 1988 bankrott. Er hatte zwei Möglichkeiten: Die Promotion zu verkaufen, oder sie dicht zu machen. Jim Crockett, Jr. verkaufte seine WCW Promotion im Novemver 1988 an Ted Turner, der 1991 dann den NWA Namen strich und sie nur noch WCW nannte.

Von 1988 bis 1992 war die NWA praktisch nicht mehr existent; Nur noch zwei kleine regionale Promotions gab es in der NWA. 1992 entschied sich dann WCW Präsident Bill Watts die WCW wieder in die NWA einzuführen. Daraufhin gab es 1993 die undurchschaubare NWA Titelkonstellation, die darin endete, dass sich die WCW im September 1993 endgültig von der NWA trennte. Kurz darauf gab es den nächsten Niederschlag der NWA als sich die ECW von der NWA trennte in einem Riesenskandal. Denn am 27. August 1994 wollte man einen neuen NWA World Heavyweight Champion in einem Turnier krönen. Da damals Eastern Championship Wrestling die einzige Promotion mit einem regionalen TV Deal war, durften sie das Turnier austragen. Am Ende gewann Shane Douglas den Titel, doch er warf ihn sofort hin. Douglas erklärte sich selbst zum Extreme World Heavyweight Champion, also zum ECW World Heavyweight Champion. Douglas meinte, er wolle keinen Titel halten, den Ric Flair einmal hielt. Zudem will er kein Champion von einer Promotion sein, die ohnehin schon tot sei. Der Hintergrund der ganzen Sache war, dass Jim Crockett, Jr. 1998 die Rechte der WCW an Ted Turner verkaufte. Er unterschrieb einen Vertrag, dass er fünf Jahre nicht mit Turner konkurrieren dürfe. Diese fünf Jahre waren inzwischen um und inzwischen hatte Crockett eine NWA Promotion in Dallas gegründet, und zwar Anfang 1994. Crockett schloss sich mit Dennis Corraulzo, dem NWA Promoter in New Jersey zusammen. Beide wollten sie die NWA-ECW und Todd Gordon hintergehen und ihm den NWA World Heavyweight Title abnehmen. Sie wollten damit die NWA-ECW blossstellen. Sie kontaktieren Shane Douglas und wollten ihn für ihren Plan gewinnen. Douglas spielte mit, so schien es erst. Doch Douglas war auf der Seite von Todd Gordon. Zusammen planten sie dann, was man am 27. August 1994 mitbekam: Die Gründung von Extreme Championship Wrestling. Jim Crockett, Jr. wollte Todd Gordon betrügen, und am Ende war er es, der am Ende war. Dieser Riesenskandal war gerade in einer Zeit, als man sich wieder leicht im Aufwind befand. Zu jener Zeit existierte die NWA mehr auf der Papierform als in echt und die NWA Titel wurden in Japan ausgekämpft.

Für die NWA war dies ein weiterer grosser Rückschlag, in einer Zeit als man ohnehin am Boden war. 1994 wurde dann Jim Cornettes Smokey Mountain Wrestling eine NWA Promotion, was wenigstens die NWA nicht nur auf der Papierform existent erscheinen liess. SMW krönte in einem Tournament Chris Candido zum neuen NWA World Heavyweight Champion, doch wieder waren es Backstage Politics von Dennis Corraulzo, die einen kleinen Skandal brachten. Corraulzo hatte seine eigenen NWA "Champion". 1995 gewann dann Dan Severn den NWA World Heavyweight Title von Chris Candido. Aus wrestlerischer Sicht sicherlich der beste Champion seit über 20 Jahren in der NWA. Er verteidigte den Titel auf der ganzen Welt von Japan über Australien, Kanada und den USA. Ein kleiner Hoffnungsschimmer, der an alte Tage erinnerte, doch nicht mehr. 1998 gab es dann die berühmte NWA vs. WWF Fehde in den WWF Storylines. Es war das erste mal seit 25 Jahren, dass ein NWA Title bei einer WWF Show ausgetragen wurde.

Eine neue Hoffnung:
1998 reformierte sich die NWA wieder und ordnete sich dem Originalkonzept von 1948 wieder unter, dass man zuvor Mitte der 80er Jahre aufgab. Sprich: alle NWA Promotions sind gleichgestellt, und der NWA World Heavyweight Champion reist durch jede dieser Promotions. Auch die Zusammenarbeit mit einigen Promotions in Japan war eine gute Ansetzung, da man mit Shinya Hashimoto unter anderem einen namhaften Champion wieder hatte. Es folgten Titelregentschaften von Steve Corino und Dan Severn Ende 2001. Im Januar 2002 zählte die NWA wieder über 30 Promotions als Mitglieder, das alte Konzept brachte zwar nicht denn grossen Erfolg, aber es funktionierte. Die Promotions waren zufrieden, der NWA World Heavyweight Champion trat in allen Promotions auf und mit Richard Arpin hatte man den ersten NWA Präsident, der nicht nur gute Führungsqualitäten hatte, sondern auch eine Authoritätsperson war, auf die man hörte.

Es folgte jedoch der Rückschlag in alte Zeiten. Man gab Total Nonstop Action Wrestling von Jeff und Jerry Jarrett im Juni 2002 die Rechte, den NWA Namen zu benutzen und die Kontrolle über den NWA World Heavyweight Titel und den NWA World Tag Team Titel. Der grösste Fehler, den man machen konnte und denn man schon in den 80er machte. Hatte man aus den Fehlern nicht gelernt? NWA-TNA machte es wie jede NWA Promotion zuvor, die die Titel kontrollierte. Der Name NWA wurde von TNA gestrichen und es hiess nur noch TNAW. Die NWA Titel liess man nur noch bei TNAW verteidigen, und wenn überhaupt Mal ausserhalb, dann wurden zu hohe Garantiesummen gefordert, die sich keine NWA Promotion leisten konnte. 2005 ist die NWA nun kein Stück weiter wie 2002, im Gegenteil: Es gab seither wieder unzähligen Streits über die Machtverhältnisse innerhalb der NWA. Dies führte wieder dazu, dass die NWA Anfang 2005 weniger NWA Promotions hatte wie Anfang 2002 und somit auch in weniger Territories vertreten ist. TNAW benutzt den NWA Namen nur noch bei den Titeln, ansonsten ignoriert man die NWA. Wie bereits Jim Crockett, Jr. und seine JCP ab 1985 der NWA schadete und fast zerstörte stellt nun TNAW die NWA vor eine Zerreissprobe. Die Zukunft der einst mächtigsten Promotion der Welt ist ungewiss. Mit TNAW wird jedoch die NWA nie einen neuen Aufschwung schaffen, weil die NWA nur funktioniert wenn jede der NWA Promotions gleich gestellt ist.

Es kam wie es kommen musste: TNA liess "ihren" Titel gar nicht mehr in anderen NWA-Territorien verteidigen. Die National Wrestling Alliance entschliess sich dazu, ihren Vertrag mit TNA am 13. Mai 2007 nicht mehr zu verlängern. Die TNA musste ihre Titel wieder abgeben, so dass die NWA wieder die Kontrolle über ihre Titel erhielt. Die NWA-Titel wurden allerdings aktualisiert und die Champions von TNA blieben die selben. So wurde Christian Cage der erste TNA World Heavyweight Champion und das Team 3D, Brother Ray und Brother Devon, wurden die ersten TNA World Tag Team Champions

Website: www.NWAwrestling.com

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